Springe zum Inhalt

 

Lexikon: Amalgam

Im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums wurde 1997 von der Wissenschaft und den zahnärztlichen Organisationen ein Konsenspapier über "Restaurationsmaterialien in der Zahnheilkunde" erstellt. Wichtigste Aussage: "Es gibt keine Rangliste für Füllungsmaterialien hinsichtlich ihrer möglichen Risiken für eine Gesundheitsbeeinträchtigung oder gar Schädigung". Jedes Material muß entsprechend seiner Materialeigenschaften im Einzelfall auf seine Tauglichkeit hin überprüft werden. Die Entscheidung über das zu verwendende Material liegt beim Zahnarzt, der in Absprache mit Ihnen, dem Patient, ermittelt, welches Füllungsmaterial das für Sie geeignete ist. Der Bundesgesundheitsminister stellte fest, dass allein aus dem Vorliegen einer Vielzahl von Untersuchungen zum Thema Amalgam noch nicht auf eine etwaige Schädigung des Organismus geschlossen werden könne. Mit dieser Klarstellung durch das Bundesgesundheitsministerium werden Aussagen des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte von 1995 relativiert. Das Bundesinstitut hatte Einschränkungen gegen das Füllungsmaterial Amalgam ausgesprochen. Das Konsenspapier des Bundesgesundheitsministeriums dagegen bestätigt, dass alle zur Verfügung stehenden Materialien Vor- und Nachteile haben, die sorgfältig abgewogen werden müssen. Unabhängig davon steht der Werkstoff Amalgam noch immer in der Diskussion. Die Patienten sind nach wie vor massiv verunsichert. Fest steht aber, dass weltweit nur ca. 100 Fälle einer tatsächlichen Amalgamallergie bekannt sind. Andere Erkrankungen, die auf das Amalgam zurückgeführt werden, haben in den allermeisten Fällen andere Ursachen.

Aus Vorsorgegründen gibt es aber für das Amalgam weiterhin einschränkende Bestimmungen:

  • kein Amalgam bei Kindern unter 15 Jahren.
  • kein Amalgam bei eingeschränkter Nierenfunktion
  • kein Amalgam bei durch den Allergologen nachgewiesener Quecksilberallergie
  • kein Amalgam bei schwangeren Frauen
  • kein Amalgam bei stillenden Frauen

Als Patient stehen Ihnen verschiedene Alternativen für die notwendige Füllungstherapie zur Verfügung. Eine endgültige Entscheidung über die Auswahl des Materials fällt im Gespräch mit Ihrem Zahnarzt (also mit uns). Wir werden Sie über Einzelheiten ausführlich beraten. Sie können davon ausgehen, dass alle Materialien in hohem Maße unbedenklich sind. Als gesetzlich versicherter Patient steht Ihnen jedoch lediglich die Amalgamfüllung als Kassenleistung zur Verfügung. Nur bei Patienten mit einer Niereninsuffizienz oder bei nachgewiesener Allergie gegen Bestandteile des Amalgams werden Kunststofffüllungen von der Krankenkasse bezahlt. Sie können sich natürlich dennoch jederzeit für eine alternative Füllungsart entscheiden, müssen in diesem Fall aber die Mehrkosten für die Alternativ-Behandlung selbst bezahlen. Lediglich die Kosten in Höhe einer Amalgamfüllung werden dann von den Kassen übernommen. Über die Einzelheiten können Sie natürlich mit uns sprechen.

In unserer Praxis werden folgende "Amalgamalternativen" angeboten:

  • Keramikverstärkte Kunststoffüllungen (Komposite)
  • Einlagefüllungen aus Vollkeramik
Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Ihren Besuch stimmen Sie der Nutzung zu.